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mit Kräutern - Gewürzen - leckeren Rezepten

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Anis

(Pimpinella anisum) oder Süsser Fenchel

Der Anis ist eine Gewürz- und Heilpflanze aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae).

Schon von den alten Ägyptern und Griechen wurde Anis als Gewürz genutzt.

Die Anispflanze ist einjährig. Sie wird zwischen 25 - 60 cm hoch und bildet kleine, zweisamige Früchte aus, die sich von einander abspalten.

Anis

Sie blüht im Hochsommer von Juli bis September. Ursprünglich stammt Anis aus dem Orient. Heute sind die wichtigsten Anbauländer Italien, Spanien und die USA.

In der westlichen Küche wird Anis vor allem in Brot und Backwaren verwendet. Daneben wird Anis ebenfalls Spirituosen und Likören beigesetzt, wie zum Beispiel Sambuca, Raki, Ouzo und Pastis.

Das aus den Früchten durch Destillation gewonnene Anisöl wird wegen seiner schleimlösenden Wirkung als Hustenmittel verwendet. Es wirkt aber auch antibakteriell.

Anis regt die Drüsen des Magen-Darm-Traktes an. Daher ist Anis-Tee bei Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Koliken und Krämpfen beliebt. Da die ätherischen Öle teilweise über die Lungen wieder ausgeschieden werden, findet Anis auch in vielen Hustentees Verwendung.
Sein Aroma wird von Anethol bestimmt, welcher mit 90% der Hauptbestandteil des ätherischen Öles ist.

Pflanzen mit sehr ähnlichem Aroma sind Fenchel (der in Asien den Anis vollständig ersetzt) und die heutzutage selten verwendete Süßdolde (Myrrhis odorata).

Anis galt in vielen ländlichen Gebieten als Aphrodisiakum. Im Herbst, wenn man sich nach der Feldarbeit wieder häuslichen Pflichten zuwandte, bereiteten die Frauen und Mädchen ihren Männern anishaltige Getränke. Am 30. November (Andreastag) sollte er besonders zauberkräftig sein. In Böhmen hiess dieser Tag "Anischtag".

Gemäss dem "Handbuch des Deutschen Aberglaubens" spielte Anis auch eine Rolle bei der Eingewöhnung von Tauben: Gekauften Tauben gab man Anis, um sie an den Schlag zu fesseln (so in Thüringen). In anderen Gegenden backte man an Lichtmess Anisbrote und fütterte damit vier Wochen lang die Tauben, damit sie recht gedeihen sollten. Andernorts bestrichen Bauern ihren Taubenschlag auch mit Anisöl, umTauben an den neuen Schlag zu gewöhnen.

Zubereitung:

Heisser Aufguss:
1 Teelöffel zerstossenes oder gepulvertes Anis mit einer Tasse heissem Wasser aufbrühen und 10-15 Minuten bedeckt ziehen lassen, abseihen; mehrmals täglich eine Tasse trinken.

Blähungs-Teemischung:
2 Teile Anis-Früchte (=Samen)
2 Teile Fenchel-Früchte (=Samen)
1 Teil Kamillen-Blüten

Sternanis

Inhalieren:
3-5 Tropfen des ätherischen Öles in heissem Wasser etwa 10-15 Minuten einatmen.

 

Auf keinen Fall sollte das ätherische Anisöl unverdünnt eingenommen werden, da schon geringe Mengen zu Erbrechen, Übelkeit, Krampfanfällen oder sogar zu einem Lungenödem führen können.

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 25. September 2008 um 23:00 Uhr  


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