Natur Gesund Leben

mit Kräutern - Gewürzen - leckeren Rezepten

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern

Bärlapp

Lycopodium clavatum

Im Volksmund hat der Bärlapp unglaublich viele verschiedene Namen: Alpenmehl, Blitzpulver, Darmfrass, Denkraut, Drudenfuss, Drudenkraut, Gäbeli, Gichtmoos, Gürtelkraut, Harnkraut, Hexenkraut, Hexenmehl, Keulen-Bärlapp, Kolben-Bärlapp, Krampfkraut, Moosfarn, Schlangenmoos, Teufelsklauen, Waldstaub, Weingrün, Wolfsklaue, Wolfsranke, Wolfsraute oder Zigeunerkraut.

In Deutschland ist das Sammeln von Bärlapp nicht erlaubt!
Er steht unter Naturschutz!


Im Bärlapp sind giftige Alkaloide, Flavonoide und Triterpene enthalten.

Der Bärlapp kriecht wie eine Schlange am Boden entlang. Er ist dicht mit kleinen Blättchen besetzt. Sie laufen in haarförmige Spitzen aus. Er verzweigt sich reichlich. Gelegentlich werden sogar ganze Teppiche ausgebildet. Die aufsteigenden Triebe der Pflanze erreichen eine Höhe von 10 bis 15 cm. An ihrem Ende bilden sich gegabelte Fruchtähren. Die blassgelben Sporen schwimmen auf dem Wasser.
Der Bärlapp ist in ganz Mittel- und Nordeuropa, ebenso in Russland, Amerika und Asien zu Hause. Teilweise kommt er sogar in den Gebirgen des tropischen Afrika vor. Bärlapp liebt trockenen und schattigen Waldboden, Heide und Moore, aber auch Gebirgswiesen und Nadelwälder.
Bärlapp
Mit Bärlapp-Sporen reinigten schon die Indianer die unterschiedlichsten Verletzungen.

In der Volksheilkunde wird Bärlapp mit grossem Erfolg bei den verschiedensten Leberleiden eingesetzt.
Die Verwendung von Bärlapp-Kraut und Bärlapp-Sporen ist bis heute sehr umstritten. Manche Homöopathen sind der Meinung, Bärlapp sei ausschliesslich in der Homöopathie brauchbar. Eine hohe Dosierung, wie sie in Form von Tee eingenommen werde, sei eine Gefahr für die Gesundheit.
Andere Heilpraktiker sind wiederum von den erfolgreichen heilenden Wirkungen des Bärlapp überzeugt.

Im Theater oder Circus wird Bärlapp verwendet, um Explosionen darzustellen. Bärlapp-Pulver erzeugt eine starke Flamme und viel Rauch. Möglicherweise hat sich dadurch auch der Name Hexenmehl im Volksmund gefestigt. Denn bereits im Mittelalter war bekannt, dass Bärlapp-Sporen, welche in ein Feuer gestreut wurden, eine helle Stichflamme erzeugen.

Zubereitung zum Bereiten von Umschlägen:
1 TL Bärlapp mit 1/4L kaltem Wasser übergiessen. Bis zum Sieden erhitzen und durch einen Filter giessen.

Auf gar keinen Fall darf Bärlapp gekocht werden !!!
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 23. September 2008 um 22:56 Uhr  


Seitenaufrufe : 181409
©2001 Naturgesundes.de