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Naturgesundes Kräuter Brennessel

Brennessel

BrennesselDie Brennessel ist eine sehr alte Heilpflanze. Sie gehört zu den bekanntesten Kräutern in unseren Breiten. Das Brennen und Jucken beim Berühren kennt sicher jeder. Es kommt von der Ameisensäure in den Blättern. Aber die Brennessel ist ein zuverlässiger Helfer. Sie reinigt den ganzen Körper von giftigen Stoffen. Daher wird sie gerne bei Rheuma und Gicht angewendet.

 

Auch bei Hautkrankheiten kann die Brennessel helfen. Sie wirkt blutreinigend und gleicht den Hämoglobinspiegel aus. Außerdem stimuliert sie die Verdauungsdrüsen in:

 - Magen
 - Darm
 - Leber
 - Galle
 - Bauchspeicheldrüse

Was wird ihr noch nachgesagt? Sie bildet Milch, senkt den Blutzucker und regt den Stoffwechsel an.

Als Pflanze ist die Brennessel genügsam. 30 bis 150 cm wird sie hoch, zuweilen bis 2,5 m. Ihr Wurzelstock ist rund und kriechend. Der Stengel ist vierkantig und mit borstigen Haaren besetzt. Die Pflanze stellt keine großen Ansprüche an ihren Standort. Daher ist sie überall verbreitet. Weltweit berühmt könnte man sagen.
Was wenige mögen: Das Stechen und Pieken auf der Haut.

Anwendung bei folgenden Erkrankungen: 
Gicht
Muskelrheuma
entwässert bei Entzündungen der Nieren und der Blase
Reinigung des Blutes
Anämie
Haarausfall
Demineralisierung
Diabetes
wirkt anregend auf die Bauchspeicheldrüse
senkt den Blutzuckerspiegel

Verwendung der Brennessel:
Verwendet werden die Blätter: ganz oder geschnitten und getrocknet.

Dosierung und Art der Anwendung:
Um Tee zu bereiten, braucht man 3 bis 4 Teelöffel mit zerkleinerten Blättern. Sie werden mit etwa 150 ml heissem Wasser übergossen. Nach 10 Minuten wird der Sud durch ein Teesieb gegeben. Soweit nicht anders verordnet, wird drei- bis viermal täglich eine Tasse frisch bereiteter Tee getrunken. Auf reichliche Zufuhr von Flüssigkeit achten!

Nicht angewendet werden soll die Brennessel bei Ödemen. Damit sind Ansammlungen von Wasser infolge eingeschränkter Tätigkeit von Herz und Nieren gemeint.

Volkstümliche Bräuche: 
  • Am Gründonnerstag Gemüse aus Brennesseln essen: Das soll für das folgende Jahr vor Geldnot schützen.
  • Fünf Blätter der Brennessel in der Hand halten: Soll frei von Furcht machen und verhilft zu kühlem Verstand. Naheliegend!
  • Am Johannistag sollte man Pfannkuchen aus Brennessel essen. Das hilft sicher gegen die Zauber von Nixen und Elfen.
  • Am 1. Januar sollte man Kuchen aus Brennessel essen. Das sichert ein gutes Jahr.

Sonstige Verwendung:
Junge Triebe der Brennessel sind besonders gesund. Sie werden wegen ihres Vitamingehaltes und ihres feinen säuerlichen Geschmacks sogar als Salat und Gemüse geschätzt.

Besondere Verbreitung finden Speisen aus Brennesseln in Zeiten der Not. Gemüse wie Spinat oder Salat werden dann kaum angebaut. Man braucht den Boden zugunsten nahrhafterer Pflanzen. Auch bei der armen Bevölkerung ist die Brennessel beliebt. Sie wächst überall - zum Beispiel auf Brachflächen und in lichten Wäldern. Daher kann sie reichlich gesammelt werden.

Den besten Geschmack haben die ersten Triebe der Brennesseln im Frühjahr. Bei größeren Pflanzen schmecken die Triebspitzen am besten. Übrigens: Dem Stechen der Nesselhaare kann man einfach entgehen: Man wickle die Stengel in ein Tuch. Dann übergieße man sie mit heißem Wasser. Auswringen ist eine andere Methode. Und sind die Blätter der Brennessel getrocknet, brennen sie kaum noch.
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 26. Oktober 2008 um 12:17 Uhr  


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