Holunder
Namen im Volksmund: Elderbaum, Flieder, Holler, Holderbusch, Alhorn, Backholder, Betschel, Elder, Eller, Ellhorn, Flieder, Hölder, Holder, Huskolder, Keilken, Kelkenbusch, Kischke, Schwarzholder
Der Holunderbusch ist sehr anspruchslos und weit verbreitet.
Er kann zwischen 1 m bis zu 15 m hoch werden.
Man trifft ihn häufig in der Nähe von Behausungen. Er galt nördlich der Alpen bei den Kelten und Germanen als heiliger Baum. In ihm sollten die guten Hausgeister wohnen und das Haus und seine Bewohner vor Schaden bewahren. Aus diesem Grunde sollte er weder gefällt noch beschnitten werden. Dadurch würden die Schutzgeister ihrer Behausung beraubt.
Aber selbst in Nordafrika und Mittelasien ist er anzutreffen. Die weit hin duftenden Dolden blühen im Mai bis Ende Juni. Ab Ende August können dann die schwarzen Beeren geerntet werden.
Holunderblüten (früher auch Flieder-Blüten genannt) wirken durch das darin enthaltene Ätherische Öl anregend auf die Schweissdrüsen. Sie werden verwendet als schweisstreibendes, harntreibendes und blutreinigendes Mittel, besonders bei Erkältungskrankheiten, Fieber oder Grippe, wo ein Schweissausbruch gewollt ist.
Kräuterkundige, auch Sebastian Kneipp sowie Maria Treben schätzten den Holunder sehr.
Der aus reifen Holunderbeeren gepresste Saft ist sehr vitaminreich (vor allem Vitamin C) und ein hervorragendes Mittel gegen Grippe und Erkältungen.
Aber Vorsicht:
Frischer Holunder (Blätter, Rinde, Wurzeln, unreife Holunderbeere und ungekochte reife Beeren) können leicht giftig wirken und Übelkeit und Brechreiz bewirken.
Aber auch in der Küche ist der Holunder mittlerweilen sehr beliebt.
Marmelade, Gelee, Chutney´s und Sirup.... 54 Rezepte dazu habe ich auf chefkoch.de gefunden.
1 Esslöffel voll Holunderblüten mit einer Tasse Wasser aufbrühen und 15 Minuten ziehen lassen. Man trinkt täglich bis zu 5 Tassen heiss und mit Kandis oder Honig gesüsst.


