Labkraut
Volkstümliche Namen des Labkraut: Beinritzenkraut, Unser-Frauen-Bettstroh, Bitterstielkraut, Butterstiel, Gelbes Käselab, Herzbresten, Lauritzen, Liebfrauenstroh, Magerkraut, Milchgerinnkraut, Waldstroh, Wegstroh, Wundstillkraut
Der Name Labkraut ist zurückzuführen auf das Labferment, welches in der Pflanze enthalten ist.
Das Labferment bringt die Milch zum Gerinnen und eignet sich daher hervorragend zur Käse-Herstellung.
Auf welche Weise das Labkraut zur Käse-Herstellung genau verwendet wird, scheint nicht so ganz klar zu sein. Manche Quellen schreiben, das schon im Altertum in Griechenland die Hirten das Kraut zu Sieben verflochten haben und dort die Milch hindurch laufen liessen. Es soll aber ebenfalls mit den Wurzeln der Pflanze möglich sein.
Labkraut kann man in der Küche auch wunderbar als Gemüse verwenden. Es wird genau so gedünstet wie Spinat.
Der griechische Arzt Dioskorides (1. Jahrhundert nach Chr.) hielt das Labkraut für hilfreich bei Müdigkeit und ErschöpfungszuständenHeute wird Labkraut hauptsächlich als harntreibendes Mittel verwendet.
Ausserdem soll Labkraut helfen bei:
Schuppenflechte, Ekzem, Seborrhöe, Schuppen und anderen Kopfhautleiden, Verbrennungen, Schürfwunden, Bluthochdruck, Blasenkatharrh, Harngriess, Blasenentzündung, Harnröhrenentzündung, Nierensteinen, geschwollene oder vergrößerte Lymphdrüsen, Mumps, Drüsenfieber, Mandelentzündung, Mattigkeit nach schwerer Krankheit, Prostataleiden
Labkraut stärkt bzw. regt das Immunsystem an!
Die Heilkraft von frischem Labkraut ist allerdings wesentlich höher als die von getrocknetem Kraut!
Zubereitung von Labkraut-Tee:
1 Teelöffel getrocknetes Labkraut (oder 2 Teelöffel frisches Labkraut)
1 Tasse Wasser zum Kochen bringen (ca. 200 ml)
Labkraut mit dem kochenden Wasser übergiessen
15 Minuten zugedeckt ziehen lassen, dann abgiessen
Zum Abnehmen am Besten 3x täglich eine Tasse zwischen den Mahlzeiten trinken
Labkraut-Tee zur äußerlichen Anwendung:
2 Teelöffel getrocknetes Labkraut (oder 4 Teelöffel frisches Labkraut) Zubereitung genau so wie oben beschrieben !
Dieser stärkere Aufguss ist geeignet für getränkte Kompressen zum Auflegen auf Schürfwunden, Verbrennungen oder Hautentzündungen.


