Melisse
Eigentlich stammt die Melisse aus Südeuropa, wird aber schon lange auch in Mitteleuropa angebaut.
Zerreibt man die Blätter zwischen den Fingern, entwickelt sich ein zitronenähnlicher Geruch, daher auch der Name Zitronenmelisse.
Es gibt viele Arten von Melisse. Der Name leitet sich vom griechischen Wort Melissa (Honigbiene) ab. Schon früh wurde ihre große Anziehungskraft auf Bienen bemerkt. Hildegard von Bingen nannte sie "Bienenauge" und rühmte diese Pflanze, die "das Herz freudig macht". Karl der Grosse liess die Melisse zu seiner Zeit in jedem Klostergarten anbauen.
Melisse wirkt nervenstärkend, krampflösend, gallensaftfördernd, schmerzstillend, bakterien- und pilzhemmend sowie abschwellend.
Sie findet Anwendung bei Unruhezuständen, Schlafstörungen, Schulstress, Erkältungskrankheiten, Neuralgien, Migräne, Hüftschmerzen, Herzbeschwerden, Magen- und Darmbeschwerden, Blähungen, Ohrenschmerzen, Zahnschmerzen, Menstruationsbeschwerden und unregelmässiger Menstruation, Schwangerschafts-Erbrechen und Lippenbläschen.
Sie ist ein sehr mildes Mittel, das besonders bei leichteren Störungen des Allgemeinbefindens angewendet werden kann. Dabei kann die Melisse sehr gut mit der Pfefferminze kombiniert werden.
Auch bei Einschlafstörungen wird sie gerne in Kombination mit anderen beruhigenden Pflanzen (z.B. Hopfen oder Baldrian) eingesetzt.
In der Küche verwendet man die frischen Blätter zum Verfeinern von Salaten und Rohkost, für Lamm- und Fischgerichte. Des weiteren zum Dekorieren für Eis und Crèmes, aber auch für Tees und Liköre.
Teezubereitung:
2 Teelöffel Melissenblätter mit 1 Tasse kochendem Wasser übergiessen,
5 Minuten abgedeckt ziehen lassen, durch ein Sieb geben.
Mehrmals täglich trinken. Bei Säuglingen gibt man 1 Tasse Tee auf den Tag verteilt.


