Salbei
Volkstümliche Namen: Altweiberschmecken, Edler Salbei, Edelsalbei, Echter Salbei, Gschmackblatteln, Königssalbei, Kreuzsalbei, Muskatellerkraut, Sabikraut, Sälvel, Salf, Salfat, Salser, Scharlei, Scharleikraut, Selve, Zaffe, Zuffen, Zupfblatteln, Dalmatiner-Salbei, Rauch-Salbei, Fischsalbe, Garten-Salbei, Tugendsalbe, Königssalbei
Salbei wird schon seit langer Zeit als Heilmittel verwendet. Schon im alten Ägypten war es bekannt. Den Griechen war der Salbei heilig und sie versuchten, mit ihm die Götter gnädig zu stimmen. Und auch die Römer benutzten Salbei.
In England ist das Sprichwort verbreitet: "Wer ewig leben will, muss Salbei im Mai essen."
Bei den Indianern Nordamerikas wurde die dortige Salbeigattung zum Räuchern benutzt und um zeremonielle Orte zu reinigen. Im 17. Jahrhundert tauschten die Chinesen eine Kiste Salbei gegen drei Kisten Tee ein. Auch sie hielten Salbei für lebensverlängernd.
Hier bei uns wird er ebenfalls gerne für Räucherungen genommen. Dafür wird dann der weisse Salbei bevorzugt.
Es gibt verschiedene Arten und Sorten von Salbei, allerdings sind nicht alle Arten für die Küche geeignet. In der Küche werden überwiegend die jungen Blätter verwendet. Man sollte nur sparsam damit umgehen, da Salbei eine grosse Würzkraft besitzt. Typische Gerichte mit Salbei sind: Gans, Schweinefleisch, Leber, Kalb, Hammel, Lamm, Hühnerleber, Fischgerichte, Ente und Blutwurst.
An den trockenen und felsigen Hängen der Nordküsten des Mittelmeeres wächst der Salbei wild. Die Pflanze hat graugrüne längliche Blätter und violette Blüten mit aromatisch-würzigem Geruch. Die Salbeiblätter enthalten ätherische Öle, Gerbstoffe, das bakterizide Salvin, Eisen, Zink, Carotinoide und Flavonoide, deshalb wird er für schlecht heilende, entzündete Wunden und Erkrankungen im Mund- und Rachenraum verwendet.
Das ätherische Salbeiöl wird zur Inhalation bei Husten und Erkältungskrankheiten benutzt.
Er regt Leber und Gallenfluss an und soll somit appetitanregend sein und wirkt bei Fieber schweisstreibend, ansonsten soll er schweisshemmend sein.
Salbei hilft bei Verstopfung, Durchfall und ebenso bei chronischen Ermüdungserscheinungen.
In der Pharmaindustrie findet das Öl z.B. in Mundwässern Verwendung.
Anwendungsgebiete:
äusserlich: Bei Halsschmerzen als Tee oder verdünnte Tinktur zum Gurgeln. Bei sonstigen Entzündungen der Mundschleimhaut, zum Beispiel bei Prothesendruckstellen auch als Pinselung oder Mundspülung
innerlich: Als Tee gegen übermässiges Schwitzen in Stresssituationen oder den Wechseljahren.
Dosierung und Anwendung:
Zum Gurgeln: 2 TL Salbeiblätter auf 1 Tasse heißes Wasser, nach 10 Minuten durch ein Sieb geben, mehrmals täglich damit gurgeln
Teezubereitung: 1 TL Salbeiblätter mit einer Tasse kochendem Wasser übergiessen, zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen, dann abseihen.
Zum Pinseln: Salbeitinktur unverdünnt auftragen.


