Schachtelhalm
Der Ackerschachtelhalm hat im Volksmund unglaublich viele Namen:Bandwisch, Katzenschwanz, Katzenwedel, Pferdeschwanz, Schafheu, Schafstroh, Zinngras, Kannenkraut, Reibwisch, Scheuergras, Scheuerkraut, Schafthalm, Pipenstal, Zinnkraut, Hollpiepen, Drunkelpfeifen, Jattenswans, Kattstert, Rattenschwanz und Fuchszagel.
Der Schachtelhalm wurde schon in alten Zeiten hochgeschätzt. Und dies nicht nur zum Putzen von Zinngeschirr.
Die Wirkung des Schachtelhalm (Zinnkraut) verdankt er seinem hohen Gehalt an Kieselsäure (ca. 10%).
Schachtelhalm wird angewendet bei Bindegewebsschwäche, bei Neigung zum Leistenbruch und zur Kräftigung des Lungengewebes, bei hervortretenden Adern, Pickeln, Akne und unreiner Haut, zur Anregung der Nierentätigkeit, bei Nieren- und Blasenentzündung und vorbeugend bei Nierengriess zur Durchspülung.
Er hilft bei fettigem Haar und Schuppen, bei Gicht, Rheuma, Magenbeschwerden, Halsentzündung, Husten, Bronchialleiden, Lungenleiden und zur Steigerung der Widerstandskraft.
Äusserlich angewendet hat Schachtelhalm eine entzündungshemmende Wirkung bei schlecht heilenden Wunden.
Zur Teebereitung werden 5 Teelöffel voll Schachtelhalmkraut in 1 l Wasser ca. 30 min. geköchelt (diese Zeit braucht es, um die Kieselsäure freizusetzen), oder als Kaltansatz 12 Stunden im Wasser ziehen lassen. Anschliessend kurz aufkochen. Diesen Liter Tee über den Tag verteilt trinken. Dabei auf reichliche Flüssigkeitszufuhr achten! (ca. weitere 1 - 2 l)
Äussere Anwendung:
Zur Herstellung von Umschlägen benötigt man 10 g Schachtelhalm und 1 l Wasser.
Zur Verwendung als Badezusatz wird ähnlich verfahren, wobei pro Liter Wasser 2 g Schachtelhalm genommen wird.
Vorsicht: Nicht anwenden bei Wasseransammlungen (Ödemen) infolge eingeschränkter Herz- und Nierentätigkeit.


