Weissdorn
Weissdorn wird im Volksmund auch:Hagedorn, Hageapfel, Mehlbeere, Mehlbaum, Müllerbrot, Christdorn, Heckendorn, Handorn, Haweide, Haynerholz, Heinzerleinsdorn, Mehlbeerbusch genannt
Er wächst in ganz Europa an Waldrändern und an Wegen, vor allem auf kalkreichen, schweren Böden, aber auch in trockenen Gegenden. Verwildert findet man ihn auch im gesamten Mittelmeergebiet.
In der Naturmedizin ist der Weissdorn eine noch eine recht junge Heilpflanze.
Die Griechen, eigentlich in der Heilkunst äusserst kundig, nutzten das harte Holz mit seinen starken Dornen weniger gesundheitsfördernd: als Waffe.
Viele Wirkungen sind heute wissenschaftlich anerkannt und belegt: Weissdorn verbessert die Durchblutung der Herzkranzgefässe und des Herzmuskels. Die meisten Herzprobleme sind auf einen Sauerstoff-Mangel des Herzmuskels zurückzuführen, daher ist die Durchblutung besonders wichtig.
Aber auch auf die anderen Blutgefässe hat Weissdorn einen erwünschten Nebeneffekt: durch seine leicht gefässerweiternde Wirkung bewirkt er eine Entlastung des Herzens.
Früher war der Weissdornbusch oder -baum auch Teil des Hexenkultes. Wenn er ins Johannisfeuer geworfen wurde, glaubte man, dass die Hexen und Dämonen ferngehalten würden. Man findet noch jede Menge anderer Geschichten über dieses eher unscheinbare Gewächs, das sogar 500 Jahre alt und mehr werden kann.
Weissdorn ist aber nicht nur gut für den Körper, sondern hilft auch der Seele. Bei ständiger Unruhe, Schlafstörungen, Angstzuständen, Nervosität oder Depressionen kann man vorbeugend den Tee trinken.
Den Tee zur Vorbeugung bereitet man folgendermassen zu:
Dazu nimmt man 1 TL Weissdornblüten mit Blättern.
Diese werden mit 150 ml kochendem Wasser übergossen, 10-15 min. ziehen lassen, abgiessen.
Davon 3-4mal täglich 1 Tasse frisch zubereiteten Tee trinken.
Bei länger andauernden Beschwerden ist aber unbedingt die Rücksprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker erforderlich.


