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Topinambur

Topinambur ist eine essbare Verwandte der Sonnenblume. Sie wird auch die Erdartischocke, Erdäpfel, Erdbirne, Erdschocke, Erdsonnenblume, Ewigkeitskartoffel, Indianerknolle, Jerusalemartischocke, Kleine Sonnenblume, Knollensonnenblume und Zuckerkartoffel genannt. Aus Nordamerika kam sie Anfang des 17. Jahrhunderts nach Frankreich. Dort blühte sie zuerst in den Adelsgärten und ihre Knolle war als Gemüse äusserst beliebt. Später wurde sie dann von der Kartoffel vom Speiseplan verdrängt.

Ihre unregelmässig geformten Knollen sehen nicht besonders appetitlich aus.
Aber ihr Geschmack hat es in sich: roh schmeckt sie leicht nussig und gekocht etwas süsslich. Gedünstet kommt sie der Artischocke ziemlich nahe. Allerdings sollte sie unbedingt geschält werden und so frisch wie möglich verwendet werden. Ist sie erst einmal schrumpelig, schmeckt sie nicht mehr so gut. Da sie aber frostsicher ist, kann sie auch im Winter bei Bedarf ausgegraben werden.

Die Pflanze kann bis zu 3 m hoch wachsen und sieht der Sonnenblume recht ähnlich. Sie hat aber kleinere Blütenköpfe und wächst auch in unseren Breiten ganz problemlos.
Ihre Knollen enthalten viel Stärke, Eiweiss, aber auch Fett und Zucker.

Viele Diabetiker schätzen die Knollen des Topinambur, da sie zu 16 % aus Kohlenhydraten in Form des Mehrfachzuckers Inulin bestehen (nicht mit dem Hormon Insulin zu verwechseln!).

Zuviel davon sollte man allerdings nicht zu sich nehmen: Topinambur bläht dann.

Die genügsame Knolle wird in Baden übrigens zu einem Verdauungsschnaps verarbeitet.
Genannt ebenfalls Topinambur, Topi oder auch Rossler.
Auch als Ersatzkaffee kann man sie verwenden.

Rezepte: Topinambur-Gratin und Topinambur mit Feldsalat

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 25. September 2008 um 22:49 Uhr  

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